Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 16. März 1912 (Charlottenburg), Postkarte


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<Poststempel: 16.3.12>
Liebe Freundin! Soeben kommt Ihre Karte. Was draufsteht ist nicht wahr u. abermals nicht wahr. Sondern ich wünsche Ihnen eine recht gute Reise u. lasse den Herrn Vorstand noch einmal herzlich grüßen!! Wenn der Schauspieler Alma (?) vor einem Parterre v. Königen spielte, so habe ich gestern vor einem Parterre von ehemaligen Lehrern, auch ehemaligen Kollegen u. Schülern gesprochen. Hier die Liste: Riehl u. Frau. Schmoller u. Erich Schmidt, die beide
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| trotz Unwohlseins gekommen waren. Prof. Döring, R. M. Meyer, Hermann, Dr. Cassirer, Borchardt, Neubauer (!!), Prof. Köbe (Lpzg.) Dr. Friedmann (Leipzig.) Ziertmann, Thiele. Ditheys Sohn. Frl. Naumann, Hilgenfeld, Klara Runge [über der Zeile] Bruhn Dr. Norden, Direktor Nebe etc. etc. Der Erfolg war sehr gut, obwohl ich vor Aufregung wieder ganz schwach war. Der Vortrag wird bald gedruckt. - Sie erhalten demnächst eine Sammelsendung, die Sie interessieren wird, dann auch endlich den Brief. Bin heute zu kaput u. muß mitt. zu Böhm, abends zu Riehls. Oesterreich heiratet 23.III. Die verehrte Tante hat mir sehr, sehr freundlich geschrieben. Wollen Sie ihr einstweilen in m. Namen danken u. sie vielmals grüßen. Es ist hier sehr unruhig, Erfreuliches u. nicht ganz Erfreuliches wechseln, mit Übergewicht des ersteren. Packen Sie in Ihren Koffer Nachsicht u. Geduld mit mir. Sie machen ja diesmal lange Osterferien! Ich will bis zum 15.IV. noch möglichst viel schaffen, komme aber selten zur Konzentration. Viel innige Grüße stets Ihr
Eduard.