Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 24. November 1912 (Bahn Berlin/Halle), Postkarte


[1]
|
Bahn Berlin - Halle, 24.XI.10 Abends L.F! Einen kurzen Gruß nach 2 unruhigen Tagen. Sonnabend Hauptmannfeier, Aula, eindrucksvoll, nur sehr homogene Äußerungen. ("Produktive Skepsis.") Dann Fahrt nach Berlin mit Stieda. Meinem Vater geht es gottlob gut. Onkel krank. Abends Riehl. Druck
[2]
| mannigfach Sorge um Bruder v. Fr. Riehl. Lindau fehlt. Kl. Scholz unglückl. Verl. gelöst. Opfer der Frauenbewegung (à la Ada!) Sonntag Ihr lieber treuer Brief. Inniges Gedenken. Kirchhof. Vater u. Sohn Scholz. Culmbacher. Zum Kaffee Riehl bei mir. Nach d. Abendbrot Abfahrt. Heut spät. Mühsame Tage kommen. Brief erst Ende d. Woche. Sonst alles in Ordnung. In m. Denken innerer Fortschritt, mühsam wenigen freien Minuten abgerungen. Sie werden lesen, dunkel u. schwer. Weihnachten rückt näher, übrigens kaum Ferien. Tiefbetrüblich: der liebe Schirm, der mich in Leipzig s. Z. erwartete, in Garderobe d. Goethegesellsch. abhanden gekommen. Opfer des Berufs. Schöner Vortrag. Herzliche <re. Rand> Grüße Ihr Eduard.