Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 23. Februar 1913 (Leipzig)


Leipzig, den 23. Februar 1913.
Liebe Freundin!
Mein eigentlicher Geburtstagsbrief ist unterwegs und wird Ihnen - hoffentlich noch heute - ein Eilpacket zugehen. Da aber die Absendung sich infolge häuslicher Schwerfälligkeit verzögert hat, so möchte ich Ihnen doch einen Morgengruß zu Ihrem Festtag schicken, der Ihnen im voraus alle guten Wünsche und Gefühle bringt. Wir begrüßen ein neues Jahr mit eigenen Gefühlen. Für uns sind es die Alten. Und höheres wüßte ich nicht zu sagen. Ich trete zu Ihnen mit dem Bewußtsein: "Sieh, ich habe nichts, was nicht dein wäre, von dir oder für dich." In diesem Sinne auch künftig!
Dein Eduard.