Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 8. März 1913 (Bahn Leipzig/ Berlin), Postkarte


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Bahn Leipzig . Berlin. 8.III.13
L. F! Ich hoffe, daß Sie gut u. gesund in C. angekommen sind und die verehrte Tante in günstigem Befinden angetroffen haben. Für mich waren diese Tage durch die konfuse F.sche Angelegenheit noch unruhiger als das Semester. Ich kam daher immer noch nicht zum Dank für das Ms, Fressalien u. Beilagen. Naturgemäß war vieles zu entscheiden u. zu erledigen. Riehl war nicht hier. Wundts habe ich aber doch besucht. Gestern v. Strümpell etc. etc.
Ich muß nun sehen, daß ich etwas zum Denken u. Arbeiten komme, schon um nachher zur Reise frei zu sein. Hoffentlich läuft auch Ihr Programm glatt ab. Anstelle der abgebildeten märkischen Seen hoffe ich auf den wirkl. Bodensee,
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| ohne ihn auf der Nußschale durchfahrhen zu wollen. Mit der Mad. Feuerbach haben Sie mir einen großen Schreck eingejagt. Wenn ich sie übhpt finde, dann erst nach Rückkehr. Sie müssen diese gräßliche Belastung mit laufenden Sachen bedenken. Daher die Unordnung. Verzeihung.
Herzliche Grüße an ganz Cassel
Ihr Eduard.