Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 21. April 1913 (Bahn Kösen/Leipzig), Postkarte


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<Poststempel: 21.4.13> Bahn Kösen - Leipzig, 7 Uhr 15.
Mit stoischer Geduld - es waren meist 8 Personen im Coupé, auch Babys - bin ich so weit gekommen. Gute Gedanken haben wohl dazu mitgeholfen. Herzlichen Dank für die Geleitworte, die ich im stillen ebenfalls und im gleichen Sinne
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| gesprochen habe. Bei Frkft sah ich die Gerbermühle zufällig. Hier ist die Baumblüte schöner als wir sie gesehen. Um mich Sachsen u. sächsisch. Vis à vis Mischung v. schwäb. u. sächs. Dialekt. Heidelberg behält doch immer seinen Glanz, trotz Bhf-Restaurant. Das Schloß mit seinen vielen Erinnerungen - unsren - hat mir wieder sehr wohlgetan. Grüßen Sie, was Sie im Sommer Schönes wiedersehen. - Was wird auf m. Tisch liegen? Ich fühle, wie diese Bureauarbeit gefühlsarm macht. Der Vorrat muß nun lange reichen. Alles Gute! Was sagt Port? Gruß an den Herrn Vorstand u. Dank für alles. Ebenso Ihnen. Innige Grüße Ihr Eduard.