Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 27. September 1913(Berlin), Postkarte


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L.F. Jetzt heißt es ausführlich oder garnicht. Aber warum? Ich bin quasi im Abreisen, muß die Bibliotheksmittel hier noch ausnützen, heute Nachm. Baumschulenweg, Abends nicht allein. Morgen Tagestour mit den "Ehemaligen" (10) nach Liegnitzsee, Montag Packen etc. Dienstag 11 Uhr an Leipzig, sogleich Schröbler. Da Beginn der Vorlesungen, an deren Schluß ich vieles umgestalten muß. Wann sich da das phil. Bekenntnis einschieben wird, ist um so schwerer zu sagen, als alles in mir ganz wirr ist, nichts fest, sondern wie bei Sokrates ein Meer v. Problemen. So vor allem der
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| Plato, mit dem ich noch garnicht zurecht komme. Also danke ich Ihnen nur innigst für Brief u. "Federzeichnung" u. bitte Sie um Geduld. Es ist äußerlich der ungünstigste Moment zum Philosophieren. Im Schwarzwald war es ruhiger. Warum fragten Sie nicht? Alle guten Wünsche wie stets Eduard.
Stadtbahn 27. IX. 13 morgens
[li. Rand,S.1] Hamburger Nachrichten haben ganzen Artikel abgedruckt, <re. Rand> zustimmend