Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 31. Januar 1914


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31.I.14.
Liebe Freundin!
Ich treffe mich heut mit Schröbler in Altenburg und werde von dort eine Gruß- u. Gratulationskarte loslassen.
Mit den Stenogrammen machen Sie sich ja keine Mühe. Sie sind, wie Erfahrung an beiliegendem Druck lehrt, völlig unbrauchbar; geben höchstens einen Anhalt über die Reihenfolge, was aber die Zettel auch tun.
Befinden diesseits könnte besser sein. Zwar in der Kopfgegend seit Untersuchung keine Spur mehr. Aber im Kopp u. sonst. Sanatogen an der Reihe. Es fehlt hier ein Mensch, der sich um diese Seite meiner Existenz ein bißchen kümmerte. Famulus rückt mir immer ferner.
Der preuß. Kultusminister teilt mir
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| mit, daß er für Riehl 300 M gestiftet hat.
Sonst garnichts Neues; freue mich auf Ihren Brief und schließe diese Karte mit herzlichen Wünschen für besseren Seelenfrieden!!
Dein
Eduard.