Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 25. März 1914 (Charlottenburg, Postkarte)


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25.III.14. Liebe Freundin! Nachdem ich eben mit der 96. Folioseite den Rohbau des Ms beendet habe, will ich Ihnen wenigstens einen Gruß schicken und Ihnen sagen, wie sehr ich mich freue, daß Sie gut ankamen und die Tante relativ besser fanden. Bitte sagen Sie Ihr meine herzlichsten Wünsche. Bezüglich unsrer Pläne
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| sind wir ja einig. Nur müssen wir einige Tage vorausbestellen. Ich schreibe deshalb noch; erst muß das Ms aus dem Hause sein. - Sie werden nun vielleicht verstehen, weshalb die Anfragen mit den Schreibtischmaßen bei mir so lange unbeantwortet gelegen haben, nur daß Schreibtischformen viel schwerer sind als Lebensformen, die doch jeder in sich trägt. - Den versehentlich mitgeschickten Brief erbitte ich gelegentlich zurück. Die Welt dreht sich hier weiß Gott nur noch um die Rfeier. Ich muß aber nun etwas zu den Semesterarbeiten. Also wie gesagt: Brief kommt bald; wenn auch nur mit Praktischem, da wir uns ja bald sehen. Viele Grüße an den Onkel, die Tante u. alle Freunde. Herzlichst u. treulichst Ed. Spranger, Lebensform.
[li. Rand] Im letzten Kapitel ist mir das Lineal ausgerutscht, Linie geht ins <Kopf> Unendliche.