Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 6. April 1914 (Leipzig)


[1]
|
Leipzig, den 6. April 1914.
Beschluß des diesseitigen Ministeriums:
1) Niemand darf <unleserlich>sen. Also bitte nicht bis Friedrichsfeld oder Darmstadt entgegenkommen. Am besten ist: um 9 ins Bett, und am Mittwoch sehr frisch, sehr gut gelaunt, ohne Reisefieber am Zuge. 7.59. Dies ist mein ernsthafter Vorschlag. Wenn Sie auf ihn eingehen, so bitte zugleich
2) zu berücksichtigen: Pension Kraus billig, aber nicht bequem. Lieber Hôtel dicht an der Bahn. Wird jetzt nicht überfüllt sein.
3) Reisedecke apriori ausgeschlossen, da bereits Sommerüberzieher. Ist zwar die Zeit der lastbaren Esel, bedaure, diese Rolle nicht spielen zu können.
4) Vorstand und Großmama grüßen; aber diesmal keine Gefälligkeiten erwarten! Alles so regeln, daß wir ohnedem auskommen.
Freue mich herzlichst.
Hzl. Gruß auch der verehrten Tante
der Minister etc.