Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 1. Juni 1914 (Hamburg, Berliner Hof, Postkarte)


[1]
|
Hamburg, Berliner Hof, 1.6.14.
L. F. Nach der beschaulichen Stille der Bahnfahrt bin ich hier in den Pfingsttrubel geraten. Bei Lenz Professorenassortiment, dann gegen 6 Dampferfahrt nach Uhlenhorster Fähre. Daselbst Aufenthalt mit Konzert u. kalten Füßen. Um 8 1/2 endlich Trennung. Lage der Stadt wundervoll, zu viel Engagement dabei. In m. Hôtel nicht 1 Stuhl frei. Sitze im De l'Europe im - Chambre séparée solo (!) und denke darüber nach, warum u. wieso ich eigentlich hierhergekommen bin. Was ich morgen tue, weiß ich noch nicht. Vielleicht fahre ich doch noch nach Kiel. Wie war es bei Frau Riehl?
[2]
| Dieses Pfingstprogramm ist das Werk des Zufalls. Ich kann es nicht loben. - Ansichtskarte morgen! Hoffe zu hören, wie Sie die Tante fanden. Ihnen und allen verehrten Ihrigen herzlichen Gruß Ihr Ed.