Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 27. Juni 1914 (Bitterfeld-Berlin, Postkarte)


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27.6.14 Bitterfeld – Berlin L. F. Auf glühend heißer Fahrt begleiten mich ebensolche Gedanken. Ich bin nur 1 Stunde zu Hause gewesen u. habe den Reichtum ausgepackt. Zu viel! Aber alles schön! Die begleitenden Zeilen unter allem, was ich erhielt, das Liebste. Mappe vorzüglich, längst Bedarf! Bilder reich an schönsten Erinnerungen. Die schönen
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| Knöpfe nur zu schön u. zu schade! Fressalien = Sachsentrost! Für alles vorläufig tausend Dank. Habe zu Hause einen kleinen Rosenhain (christl. Abkunft!) hinterlassen. Von den 3 Kandidaten fiel mir leider der letzte durch. Dann eilends nach Hause. Von Frau R ihr Bild. Kleines Diner mit Friedmann u. Willmann. Von den Briefen etc. werden Proben folgen. In Berlin erwarte ich m. Onkel, Ludwigs, Klara Runge. Die Fahrt ist schauerlich. Deshalb nur dieses Zeichen treuesten Gedenkens, wie selbstverständlich! Der lieben Tante danke ich vielmals für die Karte aus der Stifts! Morgen Neubabelsberg. Es ist mir, als ob ein großer Segen auf mich ausstrahlte. Wo mag er herkommen? Treu mit herzl. Grüßen <re. Rand> d. Eduard.