Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, Juni 1914 (Leipzig, Grassi-Str. 14, Karte)


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<Stempel: PROFESSOR SPRANGER
LEIPZIG GRASSI-STR.14.> Stempel ganz! mein Fall!
Liebe Freundin! Ihr Brief hat mich sehr erfreut, wennschon er etwas "hölzern" war, anstatt der erwarteten Bilder. Das mit dem blauen Kreuz (!) paßt beinahe genau zu dem neuen Schrank. - Von Ihrer Frau Schwester hörte ich leider in Berlin auch nichts Günstiges. Tante Th. soll, wenn ich nicht irre, ein bißchen ihre Beklemmungszustände gehabt haben. Mein Vater wird auch sichtbar alt und ist weniger unternehmend, etwas anfällig. Nur Großmutter
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| Knaps
unverwüstlich. - Beifolgenden Brief v. Köhler zur Kenntnisnahme u. Äußerung erbitte bald zurück. Die Fassung vom FerienHochschulkursus war doch ganz anders. Ihre wundervollen, duftenden, unverdienten Blumen stehen neben denen, die mir Frau Riehl am 28. sandte. (Kalchas.) Tausend Dank. Der Spruch von Goethe, merkwürdig, ganz meine Idee! In der Pädagogik war gestern das Aud. Max. (ca 490 Sitzplätze) um 30 Mann überfüllt. Aber so ist der Mensch: in der Politik betrübte mich, daß nur 220-250.
<li. Rand> Heut etwas eilig. Herr Welte hat Packet u. <Kopf> Brief. Sie dürfen aber Brigitta Koch nicht vergessen!!
<re. Rand >
Innigst wie stets
Dein Eduard.