Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 5. Juli 1914 (Bahn Berlin/Leipzig, Postkarte)


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Bahn Berlin–Leipzig. 5.7.14.
L.F! Die Abkühlung ist da, der Sommernachtstraum ist vorüber. Gestern bei Riehls war von dem Schwebenden garnicht die Rede. Abends um 12 las ich in der Zeitung, daß T. angenommen hat. R. hat wohl den Faktor Harnack
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| unterschätzt. Ich freue mich der Gemütsruhe, mit der ich darüber fortkomme. Es ist nur wie eine in Nichts aufgelöste Spannung. Gestern recht anstrengend, 4 Uhr Ch. 6 Uhr Neubabelsberg. Dort ganz gemütlich. Komme eben von Lichterfelde. Arbeitsreiche Woche, da Schluß der Staatsexamina. - Der Universitätsrichter geht nach Heiden. Wie ist es mit Walzenhausen ev? Ich habe meine besonderen Assoziationen. Aber der Zug schaukelt u. die Zukunft auch. Herzliche Grüße Ihnen beiden Ihr Auserwählter aber nicht Berufener