Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 4. August 1914 (Leipzig, Postkarte)


<Poststempel> Leipzig, 4.8.14.
Liebe Freundin! Dank für 2 liebe Briefe! Und alle Wünsche, die der Stunde angemessen sind! Ich bin bisher verhindert worden, mich für irgend eine Sache zur Verfügung zu stellen, weil die Notprüfungen hier die ganze Woche ausfüllen, zumal ich meinen Spezialkollegen mit vertreten muß. Landsturm hier noch nicht einberufen. Die Stadt gestern voll falscher Gerüchte. Nach äußerster Spannung heute Apathie. Warten - warten unser Los. Mein Onkel Ernst unvorsichtiger Weise nach Elbing abgereist. Bisher ohne Nachricht.- Trauriges Los der Universitätslehrer! 1000 Grüße
Eduard.