Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 27. August 1914 (Leipzig, Postkarte)


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<Poststempel> Leipzig, 27.8.14.
Liebe Freundin! Ich danke für 2 liebe Briefe, zuletzt den zum 25.VIII. In Daten bin ich schwach, nicht im Gedenken. Heute will ich nur kurz mitteilen, daß ich morgen plane, mit dem einzigen Schnellzug abds 6.07 nach Berlin zu fahren, wo man, "wenn man", 8.45 ankommt.
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| Ich bleibe den Sonnabend da, muß aber Sonntag zurück (wahrscheinlich früh 8 Uhr 50) da Montag Notprüfungen u. außerdem hier schon allerhand ergraute Landstürmer herumlaufen; ich möchte nicht gleich mit Arrest anfangen. Über die Verbindung Sangerhausen - Leipzig habe ich beim besten Willen nichts konstatieren können. Wird sehr umständlich sein. Bebra ist wahrscheinl. besser, weil wir Leipziger Anschluß an den Frankf. Schnellzug haben. Wie denken Sie übrigens ev. über Begegnung in Erfurt oder in Gotha. Ich habe berechnet, daß Gotha die Mitte. Schlimmstenfalls in 1 Tage möglich. Habe viel u. mit einigem Erfolg gearbeitet. Man darf eben an O. Pr. nicht denken. In Paris schon mies. Frau Rohn sehr dankbar für Ihren Brief. Alles Gute in <li. Rand> stetem Gedenken Eduard. Herzl Grüße an die Tante.