Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 15. September 1914


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15.9.14.
Liebe Freundin!
Ich habe einen Brief angefangen, aber ich hatte nicht die innere Kraft ihn zu vollenden. Vielleicht finde ich mich wieder. Gerade Dir gegenüber kann ich nicht heucheln. Es ist so dunkel in mir wie lange nicht. Deshalb will ich Dir nur danken für Deine treue Teilnahme und sagen, daß ich gesund bin, was man so nennt. Schreiben will ich, wenn ich mich dessen nicht mehr zu schämen brauche, was ich geschrieben habe.
Dir und den Deinen viel gute Wünsche! Ich halte es für richtig, daß Du in Stettin bleibst. Unverändert zu Dir, freilich nicht in mir
Dein
Eduard.