Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 13. Februar 1915 (Bahn Leipzig/Berlin)


Bahn, 13.II.15.
L.F! Kam ein Vogel geflogen etc. - Möge es doch eine Friedenstaube sein, keine Möwe im Gewitter! Vielen Dank! Ich bin selig über die 26 000 . Die Nachricht kam 1 Std, ehe ich im Seminar über das Wesen der Religion zu sprechen hatte.*) Schade, daß Sie das nicht hören konnten. Übhpt, daß Sie nicht teilnehmen können an m. tägl. Entwickl. Eben fuhren wir in Lichterfelde ein. Ein Fahnenmeer. - Der phil. Abend fällt aus, da Frau R. Influenza hat. - Ich muß auch in Berlin kräftig arbeiten. Aber am 2. März ist Schluß. Davor fürchte ich mich etwas; die persönl. Wirkung hält mich zusammen. - Karte v. Friedmann aus Kansk u. sonst Nachrichten. Viel herzliche Grüße auch an die Tante Ed.
Ich habe unsern "Brand" wieder gelesen. Da sind 5 fast ganz reine Typen drin.