Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 28. Februar 1915 (Postkarte)


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28.II.15.
Liebe Freundin!
Meiner heutigen kurzen Karte muß ich eine zweite, noch kürzere, geschäftliche u. sehr eilige folgen lassen. Einer m. Schüler braucht Akten aus dem württemb. Ministerium, die man nicht gern herausgeben will. Es besteht der Weg, daß ich ihn empfehle u. Schmoller mich empfiehlt, wozu er sich bereits erboten hat, was ich aber nicht schätze, weil er selbst s. Z. keinen Erfolg gehabt hat. Glauben Sie, daß Geheimrat v. Vetter dem König so nahe steht, daß er ev. mich u. meinen Clienten dort empfehlen könnte, u. daß Sie ihn dazu veranlassen könnten. Ich habe die Angelegenheit wochenlang verbummelt u. bitte daher um baldige Antwort, da der Mann eingezogen wird. - Es ist gut, daß Sie jetzt
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| nicht hier sind, die Stadt soll infolge der Messe erstaunlich überfüllt sein.
Wie stets
dienstergebenst
E.