Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 21. Juni 1915 (Leipzig, Postkarte)


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21.6.15. 6 Uhr.
Liebe Freundin! Meine herzliche Teilnahme zu dem Trauerfall in Aachen. Wenn von dort u. von anderer Seite keine Schwierigkeiten entstehen, so sehen wir uns hoffentlich am Sonntag. Der Plan mit Halle ist mir an sich sehr ernst. Ich gebe nur folgendes zu erwägen: Ein Teil der Zeit geht für die unvollkommene Scheibe drauf, eine andrer Teil für die Fahrt zwischen Halle u. dem Ort, wo wir uns treffen. Die Sache ist für Dich besonders anstrengend und die Kosten durch das Scheibenlogis zwar billiger, aber dafür an Fahrt teurer. Ich mache daher noch einen anderen Vorschlag, "stelle aber anheim": Wir treffen uns Sonntag Mittag in Eisenach (Ankunft v. Cassel 11.07 v. L. 12.36.
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| Die freie Stunde wird benutzt, um ein Christl. Hospiz aufzusuchen, das in Eisenach mindestens 3 mal existiert. Ich wohne dicht an der Bahn. Wir können - wenn alles glatt geht, bis Montag bleiben. Ich ca 5.16. nach Cassel ca 5.55. Das sind reichlich 24 Stunden. Und Anstrengung fällt für beide Teile fort. Bei dem Hallenser Plan käme Sonnabend Nachm. Schkeuditz in Betracht mit Scheibe. Sonntag ist hier alles voll u. nahe bei Halle <li. Rand> existiert nichts Lohnendes. Bitte entscheiden. Hzl. Gruß E.
[li. Rand S. 1] Vom Registrator Nachr. ab 9.6., einen Tag vor dem gefährlichen!