Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 24. Juni 1915 (Leipzig, Postkarte)


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Liebe Freundin! Ich bin beruhigt, daß Kurts Verwundung zu keinen Bedenken Anlaß gibt. Auf diese Art kommt er doch endlich einmal zur Ruhe. Hoffentlich lauten die weiteren Nachrichten gut. - Etwas bedrohlicher sind die in einem gewissen Kopf angerichteten Verwüstungen (cf. Brief.) Denn wenn Bernburg erst am Dienstag stattfinden soll, so lag zu Änderungen
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| eigentlich kein direkter Anlaß vor. Wohl aber kommt dieser von mir. In Eis. könnte eine mir nicht erwünschte Begegnung stattfinden. Außerdem habe ich am Montag 5 Uhr Sitzung. Daher lautet mein einfacher Vorschlag für Sonnabend:
Ab Cassel          Ab Leipzig 1.00
    11.10
an Sandersleben:
    2.28 um steigen in den Leipziger Zug
ab Sandersleben  2.31.
an Halberstadt     3.12.
an Wernigerode   4.10.
Erleichternd wirkt, daß d. preuß. Minister mir für m. Reise im Mai 49 M angewiesen hat. Erschwerend, daß ich Sonnabend um 12 noch eine Sitzung habe. Ich gehe früher fort. Sollte ich durch Schicksals Tücke den Zug versäumen, könnte ich doch 7.06 in Wernig. sein. Sonntag bleiben wir dort. Montag Vorm. Weiterfahrt. Einverstanden? Bitte umgehend Nachricht. Wie ist Befinden? u. Aachen??
<li. Rand>
Herzlichst Eduard.