Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 10. Juli 1915


10. Juli 1915. 7 Uhr.
Mein Liebstes!
Diesen Moment von Dresden zurückkommend und im Begriff, zu Rohns zu gehn, die mich eingeladen haben, finde ich die liebe Kontribution, die mir außer vielem andern auch dies sagt, daß mein Bericht über den heutigen Tag, den ich nach Cassel sandte, falsch dirigiert war. Ich bitte also seine Ankunft abzuwarten. Sa: ich bleibe in Leipzig.
Tausend Dank für alle Mühe, schönen Gaben und lieben Worte. Die kleine Denkmünze von neulich war mir sehr lieb, weil sie ein so merkwürdiges Säkularfest feiert. Die Täfelchen sind so voll persönlicher Beziehungen (leider auch voll Eigelb), und der Löffel zeigt - ich muß doch boshaft sein, daß Löffel auf mancherlei Art unpraktisch sein können, wie auch die Menschen. Mehr als Freude, Dank und Gruß kann ich jetzt nicht sagen. Du fühlst aber, was ich meine.
Dein Eduard.