Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 15. September 1915 (Leipzig, Ansichtskarte)


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L.F. Ich danke vielmals für den geleimten Minister u. die vielen anderen Mühen. Alles glänzend schön, wie immer! Gestern bekam ich das aus Cassel abgesandte Trockenobst zurück. Mein Schreck war erst groß. Da aber d. Chok. v. selben Tage angekommen war, so bin ich ruhig. Was aber damit machen? Alte Verpackung verbraucht, neue gibt Übergewicht. Gestern, um das schöne Wetter zu genießen, fuhr ich nach Pörsten u. marschierte in strömendem Regen nach Weißenfels
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|, immer mit einem Kolporteur. Als ich ankam (1 Meile) abnorme Erschöpfung u. schönstes Wetter. Muß heut den ganzen Vorm. Briefe schreiben. Entsetzlich. Anschütz will sich bei mir für den Ruf nach K. bedanken! Kurt beruhigt mich. Ersticke im Obst v. Oesterreich u. Bonbon. Herzlichst E.
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[Auf der Ansicht der Leipziger Universität] Soeben Brief von Morgner 9.9.   40 km östlich Kowno.