Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 12. Februar 1916 (Leipzig, Kartenbrief)


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<Poststempel> Leipzig, 12.2.16
Liebe Freundin! Heute Sonnabend 10 Uhr die erste freie Minute seit 3 Tagen, zugleich Ende der päd. Prüfungen. Inzwischen habe ich leider auch von Deinem Befinden <gestrichenes Wort: unleserlich> nichts gehört. Vielleicht ist heut Morgen etwas gekommen. Jedenfalls hoffe ich, daß Du mit der eigentlichen Krankheit fertig bist und nur noch mit Deiner Schonung zu tun hast. Möge es erfolgreich sein. Aus Sympathie habe ich (da zum geschwollenen Kamm kein Anlass) ein geschwollenes Augenlid, das mich etwas beim Sehen stört. Aber es ist andauernd viel zu tun. – Wenn Du wieder gelesen h kannst, werde ich Dir den Artikel v. Gertrud Bäumer schicken. Ich habe auch mit dem Geheimrat Müller gesprochen. Meine Hoffnung auf einen Erfolg wird wieder geringer. G. B. scheint in Dresden nicht eben beliebt. Sonst ist nichts Neues vorgefallen. Still u. Arbeit. Bei Biermann haben 7 Mann die Influenza. Hoffentlich hat die Tante die Zeit gut überstanden. Ich wünsche Euch allen das Beste und grüße Dich in treuer Liebe und herzlichem Gedenken
Dein
Eduard.