Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 15. März 1916 (Leipzig, Postkarte)


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<Poststempel:> Leipzig, 15.3.16
Liebe Freundin! Herzlichen Dank für das Extrablatt! Die Verhandlungen über die Hochschule nehmen einen sehr unerfreulichen Verlauf u. bringen mich um den letzten Rest von Nerven. Der neue Referent hingegen ist ein sehr angenehmer Mann. - Ich habe mit den Verhandlungen so viel Zeit verloren, daß ich morgen Mittag nicht fortkomme, ohne Sachen, die ich im Kopf habe, wieder zu vergessen. Ich komme aber Freitag ½ 12, und wir können es dann wohl so einrichten, daß wir das Schwergewicht auf den Nachm. legen. Die Mekka fängt an, mir fürchterlich zu werden. Alle Tage molestiert sie mich mit etwas Neuem. Das Schlimmste aber ist, daß sie für die Zeit m. Anwesenheit in Cassel eine Konferenz mit
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| einem preuß. Provinzialschulrat bei sich anberaumt hat.
Viel herzliche Grüße an die Tante u. Dich. Ich freue mich innig auf das Wiedersehen: Dein Ed.