Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 26. März 1916 (Leipzig, Postkarte)


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<Poststempel:> Leipzig, 26.3.16
Liebe Freundin! Herzlichen Dank für Deinen lieben ausführlichen Brief und wandernde Antwort auf die geschäftlichen Fragen: Wenn Du am Dienstag oder Mittwoch in Berlin sein willst, dann müßtest Du bei Empfang dieses schon nach L. unterwegs sein. Denn Montag bliebe dann der einzige Tag. Dienstag bin ich von 4 - ½ 9 dienstlich besetzt.
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| Also bleibt doch nur die Rückreise. Ich schlage mindestens so vor: Am 9.IV Abfahrt 8:25 per Eilzug v. Berlin, möglichst ohne Handgepäck. Ankunft Kösen 12.09. Ich steige schon unterwegs ein. Dort bis 7 Uhr 26 Fahrtunterbrechung, 8.08 Jena. Wir können auch schon in Naumburg aussteigen, oder erst in Dornburg (!) wieder einsteigen; deshalb kein Handgepäck. Das fällt mir eben ein, weil ich am 9.IV hier auswandern muß, wegen Konfirmation. Wenn Du schon vorher kommen u. eine Nacht bleiben könntest, wäre es noch erfreulicher, schon weil im April niemand weiß, wie das Wetter ist. - Näheres können wir ja noch festlegen. - Im Kurator. bin ich zunächst nicht. Wegen inoffizieller Machenschaften der fr. G. haben wir Einwilligung zurückgezogen. 2 neue persönl. Komplikationen sind durch dies Weiberregiment entstanden. - Ich muß jetzt etwas mit Maßen arbeiten; merke doch, daß es so nicht mehr weiter geht. Gestern <li. Rand> Beitrag für Deutsche Schule abgesandt. Der l. Tante u. Dir viel herzliche Grüße Dein E.
[Kopf] Die Seife ist himmlisch. Ich werde sie essen. Immer <re. Rand> hungrig.