Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 4. April 1916 (Ansichtskarte)


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<Poststempel:> 4.4.16
Liebe Freundin! Gestern um 11.30 habe ich auf dem Anhalter Bhf. ½ Stunde nach Dir ausgeschaut. Ich hatte Dir geschrieben, daß ich plötzlich aufs Ministerium bestellt wäre und bäte, mich dorthin zu begleiten. Statt der erhofften ½ Stunde hatte ich sogar bis 1 Zeit, da die Konferenz erst später war. Ich bin dann durch Berlin gejagt und war um 9 wieder hier. Wo mein Brief stecken geblieben ist, weiß ich nicht. Adresse wie nebenstehend. Betrüblich, aber nicht zu ändern. Herzlichen Dank für
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| Deinen eben erhaltenen Brief. Antwort mündlich. Paßt es Dir, Sonnabend 12.55 nach Leipzig abzufahren, umsteigen in Bitterfeld? Was wir Sonntag machen, hängt vom Wetter ab. Ich freue mich herzlich. Zu langen Briefen wie zu aller Arbeit bin ich jetzt <re. Rand> zu erschöpft. Die Zeit der Bocksprünge ist vorbei. <Kopf> Es gibt mancherlei Neues. Auf Wiedersehen Sonnabend 3.45 an der Bahn. Dir und <li. Rand> den Deinen <gestrichenes Wort: unleserlich> herzliche Grüße Dein Eduard.
<Bild: Ein Bock, der über Geröll springt. Bildunterschrift: Diefenbach: Per aspera ad astra. Teilbild 7>