Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 17. Juni 1916 (Bahn Leipzig/Berlin, Postkarte)


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Bahn Leipzig – Berlin, 1 Uhr, den 17.6.16.
L. F!  Hier noch einige wichtige Nachträge. Es ist zwecklos, 6.30 zu fahren. Besser 11 Uhr 2. An L. 4.31. Von dort mit der roten 8 zu St. Melde Dich zum Ende der Sprechstunde an (wird wohl leider 6 werden.) Adresse: Sr. Magnificenz Geh. Medizinalrat Prof. Dr. v. Strümpell Beethovenstr. 33. Visitenkarte abgeben
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| zweckmäßig. Melde Dich doch bei Rohns oder bei Biermanns (die Wert darauf legen, Dich zu sprechen – Wiesenstr. 3b) zum Abendbrot an. Es gibt in L. nichts ohne Fleisch- u. Brotmarke. Preußische gelten nicht. Ev. Fisch essen oder gleich ins Parkhôtel gehen u. Tagesmarken geben lassen. In m. Wohnung steht Koffer noch unfertig. Kragenschachtel kaput. Ergänzen! Sonst ist alles drin, bis auf 5 Taghemden. 2 Beinkleider, Strümpfe so viel gut. 3 Chemisettes. – Schlüssel liegt auf Schreibtischschale. Bringe Eilgutfrachtbrief u. Karte mit Strippe für Signatur FS (<nochmals in anderer Schriftart> FS so!) mit. Abholung besorgt Eil–Jäger, Blücherstr. Postkarte. Bezahlung in Freudenstadt, Talbergstr. 25. Stelle fest, ob Frl. Johanna Stolze [über der Zeile] Lautenburg (Schwester) nicht anwesend u. mir verheimlicht. Schien mir so. Sodann: Reise muß beschleunigt werden, da Nb nicht gesund (Vertrauen!) Ich dachte: spätestens Do. bis Charlottenburg, Freitag 5 Uhr 9 Cassel. Von dort nach Vereinbarung. Ich versuche zu bekommen [über der Zeile] nehme 1 Billet nach Cassel II zusammen können wir III. fahren. <li. Rand> Biermann hat hier viel geholfen. An der Bahn KiehmEngelhard mit Rosen. <Kopf S. 1> Verständigung jetzt wohl am besten über Grassistr. 14. <re. Rand S. 1> Viel herzl. Grüße u. Dank <Fuß S. 1> Eduard.