Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 29. März 1918 (Ulm, Postkarte)


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<Poststempel: 29.03.1918>
Ulm, Hauptpost, Karfreitag 11 Uhr 30. Liebe Freundin! Man braucht also von Cassel nach Partenkirchen 4 Tage. Und zwar so: Ich stand 1 Stunde bis Karlsruhe. Der Zug berührt Bruchsal übhpt nicht. In K hatte ich 1 Stunde Aufenthalt. Dann im überfüllten PZ, aber sitzend, über Pforzheim bis Mühlacker. Dort ½ Stunde Aufenthalt. Schnellzug 8 Uhr mit
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| ½ Stunde Verspätung eintreffend; in diesem stehend bis Stuttgart; dort um 9 ½. Sehr gutes, sauberes Hôtel dicht an der Bahn. (Banzhof), gute Verpflegung, erträgliche Nacht. Heut um 9 Uhr 19 mit Schn. weiter; fährt aus dem Ort, anscheinend Vorzug. Pünktlich 11.15 in Ulm. Früher 1.20 München. Jetzt Personenzug 1.20, der 4.35 in Augsburg ist. Von dort komme ich natürlich nicht mehr weiter, bin also frühestens Sonnabend Abend in P. Hoff. bist Du gut heimgekommen. Lauf doch nicht zum Onkel in H. Den hochverehrten Damen Knaps viele Grüße. Ich bin sehr dankbar für die reichen Gaben, die auch heut noch weiterhalfen. Bald mehr. Befinden der Umständen garnicht gut. NB. Der Zug ab Heidelberg 6.53 früh ist nicht gegangen. Sonst in der Bahn lauter <li. Rand>Leidensgefährten. <ein Wort unleserlich> München. Hzl. Gruß Eduard.