Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 23. April 1918 (Weimar, Ansichtskarte)


Weimar, den 23. April 1918. Liebste Freundin! Umstehende Verse sind Dir eigens gewidmet. Ich fand hier Deinen lieben Brief. Tausend Dank. Obwohl die Sonne sich verbirgt, ist der Abschluß der Reise mit Vater Riehl u. Mutter Sofie sehr schön; nur daß die letztere von Zahnschmerzen und Erkältung geplant ist. Am 25. abds bin ich zu Hause. Riehl u. Kerschensteiner sprechen in Riga. Am 26. habe ich schon 5 Prüfungen. Mutter Oesterreich ist gestorben (W 30, Goethestr.19.) Ich freue mich, daß die alte Dame Knaps noch einmal auflebt. Bitte künftig keine Schreckschüsse. Hier ist Shakespearetag. Aber ich ignoriere ihn, arbeite auch einige Zeit am Tage.
Herzlichst und lieb Dein Eduard.

[li. Rand] Riehls wollten mitunterschreiben. Ich be<Kopf>gnüge mich, Dir diese Tatsache als Gruß zu melden.
<Vorderseite der Karte: gedruckte Verse von Goethe>