Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 17. September 1918 (Partenkirchen, Ansichtskarte)


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18.[über der Zeile] 17. September 1918. Liebste Freundin! Deinen lieben Brief erhielt ich gestern Vorm., kann aber erst heut antworten, weil wir gestern auf dem Raintalhospiz waren. Riehl ist seit 8 Tagen hier. Das Wetter ist seit 4 Tagen märchenhaft schön. R. arbeitet viel. Eben deshalb ist der Plan des Tages immer unbestimmt. Ich komme mir gedrittelt vor, wobei für mich selbst nicht einmal ein Teil übrig bleibt, es sei denn beim Zahnarzt. - Den Kunstwart habe ich Dir noch garnicht gegeben. Das einzige Ex., das ich hier habe, brauche ich hier für den Druck. Dank für die Strümpfe, die ich hier nicht brauche. Die Vorhemden sind zur Not so lang genug, obwohl m. kürzesten so lang sind wie Dein Briefbogen. Das Musikgeschäft sendet mir eine Karte u. behauptet von keiner Bestellung etwas zu wissen. Die Sache mag nun auf sich beruhen. Natürl. muß man polit. hoffen. Eine Basis sehe ich dafür z. Z. nicht.Nieschling ist in Friedrichroda u. wird Dich wohl bald besuchen.
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| <Fuß> Teubner hat das Richtige immer noch nicht <re. Rand> gesandt. Bitte Herrn Walther vielmals zu grüßen. Ich bleibe bis 22. Mittags hier. 23. 24. Tegern<Kopf>see, Krankenhaus. Am 26. abends entweder in Leipzig oder Berlin. <li. Rand> Bei Frau W. nichts Neues. Ich habe, in sehr unterbrochenen Zeiträumen, die Volksschullehrerdenkschrift geschrieben. 14 Folio. Sonst nichts.<Im Bild, re.> Kloster Polling liegt bei Weilheim.<Im Bild, Kopf> Viel herzliche Grüße Euch beiden Dein Eduard.