Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 14. Juni 1919 (zw. Halle u. Leipzig, Kartenbrief)


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Zwischen Halle u. Leipzig, 14.6./8 Uhr.
Mein Liebes! In der Ferne winken die scheußlichen Türme von Leipzig, und wenn ich nicht an der Liebe der 2 neben mir verbrenne, bin ich bald daheim. Ich habe unterwegs an Anna Weise u. Anna Knaps geschrieben.
Wie tut es mir leid, daß ich nicht mehr täglich nach Dir sehen kann! Ruhiger freilich wird es für Dich sein, u. Du brauchst die Ruhe nach diesen unvorschriftsmäßig bewegten Krankheitstagen. Deshalb schreibe ich auch nicht viel. Grüße den Onkel u. auch die freundlichen Schwestern.
Mein Herz ist bei Dir, auch wenn ich ferne u. mitten in der Arbeit bin. Werde gesund und sei in allem "vernünftig"! Innigst Dein
E.