Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 8. März 1920 (Leipzig, Postkarte)


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8.III.20. Liebste Freundin! Der früheste Termin, an dem ich hier fortkomme, ist wohl der 22. oder 23. Jetzt bin ich noch bei den Abschiedsbesuchen, Dissertationen, und der Termin der Dresdner Konferenz steht immer noch nicht fest. Nach dem 20. würde ich sie kaum noch mitnehmen. Mir liegt dann daran, etwa 10 Tage bei Dir in H. sein zu können. Hingegen hoffe ich,
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| mit dem Verpacken hier allein fertig zu werden (natürlich mit Packer u. Frl. Kiehm.) Denn bedenke - eine Reise v. H. und zurück kostet jetzt 150 M. Wenn ich aber noch einmal zusammenklappen sollte, dann würde ich Dich doch bitten zu kommen. Es geht mir seit einigen Tagen besser, obwohl die Schmerzen anhalten. Abendtemperaturen 36,4. Gestern war ich bei Strümpell in Gesellschaft von 50-60 Leuten. Er sagte, daß ich gut aussehe (verdächtig!) Ich werde ihn aber noch einmal aufsuchen. Für Deinen lieben Brief vielen Dank. Ebenso für das 3. Packet, das sehr schön u. sehr nahrhaft war. Ich schreibe jetzt nur noch geschäftlich. Anmeldung ev. telegraphisch. Sei doch so gut u. suche mir die Züge heraus via Frankfurt oder Würzburg, die passen. Es wäre noch viel zu berichten. Indessen -
Herzlichen Gruß auch an Frl. Knaps Dein Eduard.

[li. Rand] Da ich von der Bank in P. keine Nachricht bekomme, bitte ich um Mitteilung, ob Du <Kopf> etwas sandtest. Ebenso, wie die Sparkasse am 30. Juni 1919 stand.