Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 18. September 1920 (Partenkirchen, Postkarte)


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18.IX.20.
Mein Liebes! Die Verbindungen zwischen Partenkirchen u. Heidelberg sind noch immer so schlecht, daß man es nicht in 1 Tage schaffen kann. Ich fahre Dienstag 6 Uhr früh hier ab, via Augsburg, Ulm nach Göppingen, wo ich die Nacht bleibe. Am nächsten Morgen fahre ich mit lauter Personenzügen weiter u. hoffe via Stuttgart, Bruchsal 6.32 in H. zu sein. Dich an der Bahn zu finden, wäre mir herzliche Freude. Rege Dich aber nicht auf, wenn ich nicht komme. Erreiche ich H. vor 11, so klingle ich. Andernfalls gehe ich ins Hôtel. Also ohne weitere Nachricht! Hoffentlich bist Du gut angekommen u. hast dich von den Strapazen schon erholt! Mit m. Erholung sind äußerlich diesmal keine Wunder geschehen. Aber ich bin dem Gefühl nach zufrieden. Solltest Du schon einige der umstehenden Bücher besorgen können, wäre ich sehr dankbar. Ms ist gestern (17.) mit 3000 M Wert abgegangen. Unsrer Freundin u. Dir viel herzliche Grüße Dein ungeduldig erwartender Eduard.
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1. Adolf Müller,Copernicus, Freiburg } ist dies iden-
2. "      " Kepler"} tisch mit 3?
3. Dannemann, Aus der Werkstatt großer Forscher.
4. R. Hamann, Der Impressionismus in Kunst u. Leben der Gegenwart.
5. Dessoir, Allgemeine Kunstwissenschaft.
6. Die Bände des Archivs für Sozialpolitik u. Sozialwissenschaft, in denen die Aufsätze von Max Weber über die Wirtschaftsethik der Weltreligionen stehen ca. 1917 oder 1918.