Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 20. Juli 1920 (Frankfurt/Main, Postkarte)


Frankfurt/M. 20.VII.20. M. l. Fr.: Um 5 ½ von H. abgefahren, habe ich hier 1 ½ Std. Aufenthalt u. da will ich Dir doch endlich Nachricht geben über meine Pläne. Es war wie stets eine arge Hetzerei bis zuletzt, doch davon hoffentlich mündlich. Heute um 4 ½ soll ich in Cassel sein, bleibe bis Donnerstag Vormittag, bin 5.17 in Halle, u. da ich Lili doch nicht nur als Absteigequartier behandeln will, fahre ich erst am Sonnabend weiter; am liebsten wieder in der Frühe, denn da ists bei der Hitze am angenehmsten. Ich wäre dann 11 Uhr in Berlin. Sollte das aber nicht möglich sein, kann ich erst 5.23 ankommen, was mir sehr leid wäre. Jedenfalls bekommst Du noch definitive Nachricht. Mache Dir aber durchaus keine Anstrengung, um mich abzuholen, ich bin diesmal nicht so schwer bepackt, daß ich nicht gut allein damit nach Haus käme. Auf jeden Fall suche ich Dich aber dann noch auf, denn eigentlich komme ich doch in erster Linie deswegen. Denn ist es nicht im Grunde ein Unfug, bei solchem Sommer von H. nach B. zu reisen?! Ich grüße Dich u. freue mich aufs Wiedersehen. K.