Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 18. Mai 1921 (Jena Hotel Schwarzer Bär, Postkarte)


[1]
|
Jena, Hôtel Schwarzer Bär, den 18.V.21.
Mein Liebes! Gestern habe ich Dir absichtlich nicht geschrieben, um Dich nicht zu beunruhigen. Gleich nach Ankunft war mir mordsmiserabel. Puls über 100, Halsschmerzen, <Wort unleserlich> etc. Ich bin nur ½ Stunde durch die Stadt gegangen u. habe mich um 7 mit ½ Fl. Burgunder behandelt. Von 8 bis 8 habe ich ge
[2]
|schlafen. Heut ist der Puls in Ordnung, Hals anscheinend auch. Ich will also in Dienst gehen. Neben mir sitzt der Vorstand, der <mehrere Wörter unleserlich> Tagung. Außer mir haben in diesem Hôtel Luther u. Bismarck gewohnt. Ganz Jena ist voll von <mehrere Wörter unleserlich>, als ob Jena <Wort unleserlich> wäre. <2 Sätze unleserlich> Mehr habe ich nun für heut nicht zu berichten. Ob ich morgen um 7.40 oder 8.27 komme, ist noch immer unbestimmt. Aber ich hoffe, daß kein Rückfall kommt, daß ich reisen kann. Viele herzliche Grüße innigst
Dein
Eduard