Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 8. Januar 1921 (Heidelberg, Postkarte)


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<Poststempel: 8.1.21.>
M. l. Fr. Heute haben wir uns zu dritt bei Deinem Kaffee wohl sein lassen u. dankbar des Spenders gedacht. Ebenso hast Du große Freude hervorgerufen mit einer entzückenden roten Primel, die im Wohnzimmer am Fenster steht, uns allen eine Augenweide u. für die ich Dir Aennes Dank aussprechen soll. Sobald es geht, wird auch das Geschenk für Cäci Oest. besorgt. Im Augenblick bin ich leider in Hausarrest mit einem Hexenschuß oder einem leichten Anfall von Ischias. - Deine 1. Karte meldete mir die Ankunft der Druckbogen, inzwischen sind wohl 2 weitre eingetroffen. Sieh doch einmal zu, ob die Wendung: "es ist nichts andres als..." sich nicht ein wenig oft wiederholt. Mir war es so. Aber ich kann bei diesem Lesen eigentlich nur auf das sinnliche Bild, nicht auf den Sinn achten. - Wann erscheint der 1. Kindergarten? S. 2. Z. 2 muß doch wohl heißen: Leser - oder nicht? - Der Schluß gibt mir mit Deiner Randbemerkung viel zu denken u.
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| die 2 letzten Kapitel der Grundlagen habe ich staunend wieder gelesen, Du Wunderbarer. Ich hatte doch sehr recht - von Anfang, - d. h. vom 31.VIII.1903 an! –
Das Schreiben ist sehr unbequem in meiner Verfassung u. viele Neujahrsbriefe müssen deshalb noch warten. Aber ich hole sie nach. Viele herzliche Grüße vom Vorstand, vom Quack u. - KH.