Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 6. August 1921 (Heidelberg, Postkarte)


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<Poststempel: Heidelberg, 6.8.21.>
M. l. Fr. Auf Wunsch von Lili Scheibe schreibe ich Dir auch noch eins: ihr Bruder, Baumeister Scheibe, Günzelstr. 12, Gartenhaus, Telephon (Zickerick Nebenstelle) - war diesen Sommer in Bebele am Hopfensee, nahe Füssen. Ich glaube ja nicht, daß Du gern in die Gegend gingest, da ja Partenkirchen dort doch nicht eigentlich erreichbar ist. Und die Lechtalerfahrungen reizen nicht. Aber man könnte doch anfragen. Am Montag wäre Hermann Scheibe, dem ich auch schrieb, telephonisch zu erreichen in der Allgem. Deutsch. Kleinbahngesellschaft, Linkstraße. Er soll auch sonst noch allerlei Adressen kennen. - Wenn Du aber garnichts findest, so entschließe Dich rasch u. nimm von hier aus weitere Erkundungen vor. Erholender als sonstwo ist es auf alle Fälle u. Du hättest Deine unbedingte Freiheit u. Ruhe. Temperatur seit Tagen sehr erträglich, leichtes Gewölk. - Lili genießt den Kurs sehr, der offenbar von Panzer mit viel Liebe durchgeführt wird. –
Von den 3 Lütten in Berlin sind die Bilder da, z. T. reizend. Du mußt sie Dir bald ansehen. - Ich habe die Vertretung auf dringendes Anraten von
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| Aenne abgesagt. Ich bin doch schon zu sehr mit Arbeit bedacht, als daß ich 4-5 Wochen alle Vormittage einfach opfern könnte. - Laß mich gleich hören, wenn Du etwas beschlossen hast. Falls es nicht ein wirklich geeigneter Aufenthalt ist, am liebsten: daß Du herkommst. Du kannst ja dann von hier allerlei unternehmen, ist immer besser wie Berlin u. es wird nicht garzu eintönig dann.
Viel herzliche Grüße u. den dringenden Wunsch, Dich los zu eisen!
Deine K.