Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, [29.] Dezember 1921 (Heidelberg, Briefkarte)


<ohne Datum, Begrüßung und Schluß (Fragment?); vermutl. vom 29.12., da Winters am 28.12. kommen wollten (s. KH vom 27.12.)>
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Erschrick nicht über die vielen Aufträge. Es ist doch nicht so schlimm, denn es eilt ja garnicht damit. Susanne siehst Du oft, wenn Du zu Riehls gehst, machst Du mal den Weg durch die Bayreutherstraße u. gehst an der Geisbergstr. 2 Häuser links zu No 38, 1 Treppe hoch u. wirfst den Brief ein. Es dauert alles in allem keine 5 Minuten! – Also, hab Dank, mein Lieb, u. mach es gut. Ich sorge mich, daß ich garnichts höre, wie es Frau Riehl geht. Und hoffentlich bist Du gesund? Hier schnupft u. hustet alles. Ich habe auch noch immer etwas Fieber, bin aber nicht eigentlich krank. Vor allem schätze ich, daß diesmal
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| der Hals frei bleibt. Denn das Ärgste ist immer der quälende Husten, der die ganzen Nächte anhält.
Gestern waren Winters da. Wir machten Gesellschaftsspiele u. die Kinder waren sehr vergnügt.
Hoffentlich höre ich bald von Dir, u. es geht Dir gut – auch im Gemüt; denn Dein letztes Schreiben hat mich recht bedrückt. –
Was hat denn Borchardt auszusetzen? Als ich neulich hier vorlas, war nur eine Stimme: "wie wundervoll ist auch die Sprache!"
Das nächstemal für 2 M.!
Gelt, Du klebst die Briefe zu? Ich würde es tun, aber erstlich ist es ja wohl postalisch verboten u. dann nach Knigge. Und auf den halten wir doch!
<Fuß> Wo erscheint der Zeitungsartikel zu Neujahr?