Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 18. März 1922 (Heidelberg), Postkarte


[1]
|
Heidelberg. 18. März 1922. M.l.H. Welche Freude brachte mir Deine ungeduldige erwortete Karte. Ich habe die Züge auf dem Plan nachgesehen: Schnellzüge ab Frankfurt 7 Uhr 10 – hier 8.46 – ab 8.42 – hier 10.17. Personenzug ab 9 Uhr an 12. Wenn ich keine bestimmte Nachricht bekomme,
[2]
| bin ich jeweils an der Sperre, da beim Handgepäck – du weißt. Bringe ja alle zu flickende Wäsche, besonders Strümpfe, mit. Und dann womöglich den Brief von den Kindern aus Stolp. – Ich sehne mich, dich endlich in Ruhe zu wissen, u. werde dich tüchtig herauspflegen. Hoffentlich hält uns das Wetter stand. Mir geht es ausgezeichnet, weniger der Aenne, die augenblicklich in Stuttgart ist, sich zu erholen. Du mußt also mit mir allein vorlieb nehmen. Die Klinik habe ich schon abgesagt. – Ob Du Lust hast zum Buschconcert? –
Morgen begegnen sich unsre Gedanken, wie auch am 12. – Über allem aber steht mir der 23. –
Grüße alle Freunde – Du aber sei selbst gegrüßt von
D.K.