Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 6. April 1923 (Bahn )


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6. April 23, <Karte abgeschnitten>
zwischen U<Karte abgeschnitten>
M. L! Beinahe am Ziel <Karte abgeschnitten> Augsburg war nicht angenehm <Karte abgeschnitten> zweier Heidelberger Damen. In <Karte abgeschnitten> gute Stunde Aufenthalt, die ich <Karte abgeschnitten>hard Schwarz auf einer zieml<Karte abgeschnitten> Bank vor dem Bahnhof verbrachte. Dann kam eine schöne, stille u. sonnige Strecke. Ich habe 140 Seiten in dem langweiligen Litt gelesen, dazwischen abwechselnd gegessen und geraucht. Leider die die übliche Eisenbahnmisere im Unterland. Jetzt fahre ich in die Schneeberge bei Sonne ein. Blüte seit Stuttgart nicht mehr gesehen. Hofftl. hast Du noch ausgeschlafen u. läßt Dir Zeit mit dem Ordnen der von mir angerichteten Zerstörungen. Übermorgen ist ja Sonntag. - Bitte grüße unsre Freundin u. danke ihr nochmals. Ich denke an unsre schönen, klaren Tage, die nur zu kurz waren. Leb wohl! In unablässigem Gedenken Dein Eduard.
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Litt setzt sich rücklings auf ein Pferd, kommt trotzdem anscheinend schließlich an ein Ziel. Aber es liest sich schrecklich, wie ein Bratenwender. -
Die Zugspitze ist schon sichtbar, u. Zubehör. Aber ich bin "ruhiger" geworden. Sonst packte mich das ungeheuer. Heute ist es mir fast eine geograph. Selbstverständlichkeit.
Bitte Herrn Dr. Berenbach zu grüßen.
E.