Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 1923 (Postkarte)


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M. L! Wie üblich be<Karte ausgeschnitten> ich auch heut noch kan<Karte ausgeschnitten> Beantwortung Deiner <Karte ausgeschnitten> schreiben kann. Daher <Karte ausgeschnitten> äußeren Bericht. Zuvor <Karte ausgeschnitten> Brief u. 2 Päckchen. Das <Karte ausgeschnitten> herausgelegt; das Talent von Frau <Karte ausgeschnitten> wieder verborgen. - Die Fahrt verlief für mich ohne besondere Unbequemlichkeit, aber teilweise in widerlicher Gesellschaft. ½ Stunde Verspätung. Zu Hause ein Berg von Post. Um ½ 2 ins Bett. Koffer erst am nächsten Tage geholt. Sogleich längere Konferenz mit Dekan, längeren Besuch von Franke. Seitdem Erledigung des Dringendsten; heut endlich zum Kantaufsatz gelangt. Viel Mühe u. Not mit der Riehlsache. Jetzt nach Neubabelsberg wo Jaensch als Logiergast ist. Dessen Brief haben wohl Ew. Hochwohlgeboren gemeint, als Sie den v. Litt suchten. Und der geheimnisvolle Vorläufer meiner Denkweise wird ja wohl die 1. Fassung der Lebensformen mit den Anmerkungen von Walther Köhler gewesen sein. Heut kam der Paß. Ich muß erst nach Düsseldorf; kann von dort jederzeit nach Cöln. Eingeladen von Bekannten zum Wohnen.
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| Königsberg werde ich wohl aufgeben müssen. Es ist nicht durchzukommen. - Daß Du die Briefe lasest, ist mir durchaus recht; sie lagen tagelang auf dem Tisch für Dich. Daß das Umgekehrte der Fall sein könnte, ist völlig ausgeschlossen u. diesbezügliche Besorgnis war nicht am Platze. - Es geht mir hier im ganzen wesentlich besser; empfand sogleich die Luft sehr wohltuend. Nur die Magenstörung noch nicht beseitigt. Zahlreiche Besorgungen gemacht. Dank für die 10 Papierbill. Habe aber schon von der Bank geholt. Morgen Abend, wenn keine Terminarbeit, wie bisher vorliegt, hoffe ich zu Brief zu <re. Rand> kommen. Inzwischen 1000 herzliche Grüße <li. Rand> u. innigen Dank für alles Dein Eduard.