Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 6. April 1924 (Cöln, Postkarte)


[1]
|
<durch Herauschneiden der Briefmarke ist die Karte z. T. abgeschnitten>
Cöln, <abgeschnitten>
M. L! Hier <abgeschnitten> ran! Wie anders <abgeschnitten> Ich bin noch ganz krank <abgeschnitten> Eindrücken, überhaupt wieder <abgeschnitten> bekannten Reiseverfassung u. fürchte, daß ich als Redner garnichts leisten werde. Man stirbt eben an der Gastfreundschaft. Gestern dauerte der Tag 18 Stunden. - Hier sind die Eindrücke besser. Aber m. Pläne hier gelingen nur zum Teil. Von m. Cousine habe ich keine Nachricht erhalten. Im Adreßbuch von 22 sind beide nicht zu finden. Ich bin deshalb garnicht nach Nippes gefahren. Um ½ 4 gehe ich zu der Tante Koch, die sich mit Freuden gemeldet hat. Der Rhein zeigt wenig Schiffahrt. Es ist sonnig, aber - kalt. Eine internationale Stadt. Ich
[2]
| weiß nicht, der Dom ist mir nicht so lieb wie der von Speyer. Diese Nähe des Bahnhofs u. der Menschenschwärme. Um 6 fahre ich mit der "Wortteil unleserlichbahn" zurück. Hoffentlich läßt man mir abends früher Ruhe. Mir ist ganz schwindelig. Angemeldet sein sollen schon 500 Teilnehmer. Viel herzliche Grüße auch an unsre Freundin Dein Eduard.
[re. Rand] Lokal ganz leer.