Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 19. April 1924 (Königsberg, Postkarte)


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<durch Herausschneiden der Briefmarke ist die Karte z. T. abgeschnitten>
Königsberg, <Wort unleserlich> <abgeschnitten> bis 23. früh.) M. L<abgeschnitten>burg werden zu m. sch<abgeschnitten> hören. Am vorletzten <abgeschnitten> u. vermehrte die allgem. <abgeschnitten>terkeit. Ich habe mir die Herzen schnell erobert. Donnerstag Abend kam ich nach Elbing u. wurde von Frau U - im Auto abgeholt. Sehr komplizierte Verhältnisse, über die später. Elbing selbst nicht uninteressant. Um 2 in K, wo ich mich zum 2. Male gegen Privatlogis wehrte. Ein sonniger Karfreitag, an dem ich die teilweise sehr schöne Stadt großenteils durchwanderte. Abends sitze ich im Hotel, u. der erste, der mir begegnet, ist - mein Wirt aus Düsseldorf. Das erste, was er sagte - er wolle nach Rauschen! Das wollte ich nun auch, u. so waren wir
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| heut, vorm. bei Sonnenklarheit an der Ostsee. Steilküste u. Steinküste. Ich habe eine Menge Bernstein gesammelt. Nachm. Regen. Morgen beginnen die Feierlichkeiten. Große Verlegenheit - ich habe keinen Frack mit. Gefalle ich so nicht, so fahre ich schon früher. Programm reizlos.
<li. Rand>
Viel innige Grüße post festem zu Ostern
Dein Eduard.