Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 31. Oktober 1924 (Reval, Ansichtskarte)


Reval, 31.X.24. Mein L! Endlich, nach Mitternacht am letzten Abend in dieser wunderbaren Stadt kann ich Dir eine Zeile senden. Ich habe hier 6 Stunden mit tiefstem Erfolg gesprochen, bin allerdings erledigt. Tausend, meist erfreuliche, gesellschaftliche Pflichten. Dorpat muß wegen Zeitmangel ausfallen, damit Gottlob auch der 9. Vortrag. Ich wohne (als einer der leichteren Fälle) in einem schönen Sanatorium bei sehr lieben Menschen, dicht am Park Peters des Großen Katharinenthal, 5 Minuten v. d. See. Morgen Abend Durchreise in fast 30 Stunden bis Insterburg. In Berlin werde ich nicht gleich schreiben können. Gestern kam <li. Rand> Dein lieber Brief. Gute Besserung.
<Kopf>
Dein Eduard.