Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 14. Juni 1924 (Heidelberg, Briefkarte)


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Zum 14. Juni 1924
Mein geliebtes Herz,
zu dem heutigen Festtage muß ich Dir notwendig einen liebevollen Gruß senden. Du weißt, wie ich alle beneide, die dort bei Dir sein dürfen, um "Pfingsten" zu feiern. Inzwischen lese ich die italienische Reise und erbaue mich an dem herrlichen Widerhall des Ausweitens u. Erneuerns, der mächtig durch die knappen u. doch so anschaulichen Berichte klingt.
Daneben erfreue ich mich innig an der Marienburger Tagung, deren Schilderung auch auf der Gegenseite den Geist frohen Mitstrebens
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| und Mitlebens fühlen läßt, der mich in Deinem Brief von dort so glücklich machte.
So wird es auch heute sein, wenn Du an geweihter Stätte lebendigen Geist lebendig weiter gibst.
Sei mir in Liebe gegrüßt, u. grüße auch von den Freunden, wen ich kenne, besonders Deine Wirte, u. Weinels, falls von ihnen jemand da ist.
Immer
Deine Käthe.