Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 21. März 1925 (Charlottenburg, Postkarte)


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21.III.25. M. L! Herzlichen Dank, daß Ihr Frl. Dr. Henrich so freundlich aufgenommen habt. Sie hat mir einen netten Brief voll feinen Humors geschrieben. Es tut mir nur leid, daß sie es mit dem Wetter nicht günstiger getroffen hat. - Ich werde mich bemühen, m. Arbeiten hier so abzubrechen, daß ich am Freitag, den 3.IV. früh 8.30 abfahren u. um 3.56 in Bamberg sein kann. Du müßtest dann, wenn m. Fahrpläne stimmen (nachprüfen) leider per Personenzug III. Kl. von Heidelberg 6.56 abfahren, u. bist via Würzburg - Schweinfurt um 2.48 in Bamberg. Dort bitte Wartesaal II. Kl. auf mich warten.
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| Wir werden dort überlegen, ob Du schon für die Kongreßtage (6. u. 7.) mit nach Regensburg fährst - in diesem Fall Sonntag ab Bamberg so, daß wir spätestens 7.30 in Regensburg sind. Andernfalls gehst Du für die 2 Tage nach München u. kommst erst am 8.IV früh nach Regensburg. Dort u. in d. Umgegend sehen wir uns das Wichtigste an u. gehen dann für die Ostertage bestimmt nach Passau. Alles andre machen wir nach Wetter, Laune u. Befinden. Ich habe an den Chiemsee, aber auch an Heiligenberg oder Bad Schachen gedacht. Nun, wir werden ja sehen. Jedenfalls soll es so eingerichtet werden, daß sich mindestens für Dich ein Aufenthalt in München einschiebt oder anschließt. - Fertig werde ich mit m. Arbeiten natürlich nicht. Ich bin jetzt nur ½ leistungsfähig. 77 Seiten Ms. für die Zeitschrift sind fertig, die nun aber erst im Herbst beginnt. Die neue Aufl. des "Gegenw. Stand" ist gestern abgegangen. Dsgl. leider die neuen Dispostionen für die 2. Studiengemeinschaft. Erst heut konnte ich mit den Lebensformen anfangen - einen harte, lange Arbeit. Gestern war ich bei Borchardt in Pankow, der Dich grüßen läßt. Grundlose Suppe. Die Situation im Hause R. ist unentwirrbar. - Bitte sage auch unsrer Freundin herzlichen Dank für ihre Güte. Ich bin mit herzlichen Grüßen an Euch beide
Dein Eduard.

Montag erwarte ich Jaegers.