Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 3. Juni 1925 (Ferch am Schwielowsee, Postkarte)


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3.6.25 Geburtstag der Tante Thes
Ferch am Schwielowsee (bei Werder)
M. L. Eigentlich sollte heut ein Ausflug zu dreien (mit Frl. Wingeleit) nach Sanssouci stattfinden. Frl W. hat es aber in der Nacht regnen hören, auch war das Pflaster noch naß am Morgen, u. die Temperatur unter 20°. Sie verzichtete (leider nicht "dankend"), und so fuhren wir allein nach Wildpark, gingen über Kaputh (ganz m. Fall) hierher. Zu Pfingsten hast Du keinen Brief erhalten, weil ich die Lebensformen fertig machen mußte. Dies gelang in 3 stillen Tagen, die mir den festlichen Ausgabebetrag von 0,45 M brachten. Zum Schluß sind mir da noch wesentliche Erleuchtungen gekommen. Gestern in Nb. Da werden nun Entscheidungen nötig, über die ich Dich in den nächsten Tagen befragen werde. Die Sache lastet u. drückt unablässig. Reisen werde ich nicht; nur noch eine kl. Tagestour. Heute wunderschön;
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| mild, sonnig, klare Beleuchtung. Befinden endlich reguliert, bis auf Transpiration, die aber auch besser wird. - Heut ist der Philologen<Wortteil unleserlich> in H. u. morgen wohl Schloßbeleuchtung. Wer redet denn an m. Stelle. Hoffmann? Gruhle soll mich in einer mediz. Zeitschrift recht niederträchtig recensiert haben. - Vielen Dank für D. Korrekturen. Du bist fleißiger als ich. Herzliche Grüße auch an den Onkel
Dein Ed.

<li. Rand> In herzl. Gedenken von unsrem <Fuß> ganz wunderschönen Ausflug viele Grüße! Ihre Susanne Conrad