Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 5. Juli 1925 (Charlottenburg, Postkarte)


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5.7.25. M. L! Deinen heut eingetroffenen lieben Brief beantworte ich heut nur hinsichtlich der Reisefrage. Ich bin in der Tat noch ganz unentschlossen u. weiß auch nicht, ob ich gleich am Anfang der Ferien zum Reisen Kraft haben werde. Eigentlich ginge ich sehr gern wieder in den südl. Schwarzwald. Es müßte eine Höhe über 700 m sein, aber auch eine kleine Stadt mit Straßen. Wenn es nicht wieder Freudenstadt sein soll u. nicht wieder Lenzkirch mit s. Nachteilen, so weiß ich eigentlich nur Villingen. Oder kennst
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| Du etwas anderes, z. B. in den Tälern, die vom Rhein zwischen Basel u. Konstanz heraufführen? Ich habe auch an den Heiligenberg gedacht. Aber dort ist ja nie Platz. Wenn der südl. Schwarzwald in Betracht kommt, so würde ich zuerst - über Heidelb. dort hingehen und wenn ich Geeignetes gefunden habe, nach 8 Tagen, also um den 15. August, Dich bitten, auf 14 Tage nachzukommen. Ev. wollte ich auch einige Tage nach dem Heuberg. Vom 1.-15. September dachte ich wieder in Partenkirchen zu sein. Vom 15.-30.IX. in Berlin. Am 1. habe ich in Bremen zu reden, bleibe dort 8 Tage u. gehe dann zu Vorträgen nach Frkft a. M. Wenn Zeit bleibt, könnten dann ein paar Tage in Heid. sich anschließen. - Wenn ich eine gute Wohnung wüßte, würde ich auch an Hinterzarten denken. - Findet sich im Schwarzwald nichts, so kommt Tirol in Frage. Dort aber weiß ich garnicht Bescheid. (Stadt, Wald, 900 m.) Falls ich nach Tirol ginge, wäre ich vom 24.VIII. bis 7.IX. in Partenk. u. käme dann noch auf 1 Woche nach Heidelberg. Das ist alles, was ich heute schon sagen kann. Viel innige Grüße Dein Eduard.
Laß doch aus dem schwarzen Stoff gleich irgend etwas Gescheites machen. Die Rechnung dafür erbitte ich.