Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 3. Oktober 1925 (Bremen, Postkarte)


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Bremen, 3.X.25
M. L! Mitten aus dem Bremer Trubel einen kurzen herzlichen Gruß. Vorgestern Nacht angekommen. Gestern ab 8 Uhr von einer Sitzung zur anderen. Wohltuend die Wärme u. Verehrung, mit der mich die ca 800 Fröbeljüngerinnen, überwiegend Jugend, empfangen hat; fast noch mehr der Eindruck des Lebens m. Gedanken in persönlichen Schülerinnen u. anderen. Gestern 6-7 schwieriger Vorsitz beim Wahlakt. Dann um 8 vor 2000 Personen bei atemloser Stille 1 Stunde über d. Thema: "Was hat Pestal. unsrer Zeit zu sagen?" Wirkung offenbar gut bei den Empfänglichen. Joh. Wezel angenehm, Lotte Dietrich, Gretchen Heyse etc. etc. - Nachts schlecht u. wenig geschlafen, übhpt Nervenelend schon vor Abreise. Heute keine Minute frei. Morgen 10 Uhr Deinstedt. Verzeih, daß ich Deine lieben Briefe nur mit stillem Dank beantworte. <li. Rand> Auch in den nächsten Tagen geht es so weiter.