Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 4. März 1926 (Berlin-Wilmersdorf)


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4.3.26.
Mein innig Geliebtes!
Obwohl ich gestern m. Verlesungen geschlossen habe, ist doch noch so ungeheuer viel zu tun, daß ich mit Mühe zu dieser Nachricht Zeit finde.
Meine Pläne waren so: Ich wollte in den ersten Tagen des April nach Zürich, von dort ev. nach Genf fahren und zum Schluß um den 17. April herum mit Dir für 3 Tage auf der Reichenau zusammentreffen. An einen Tag Heidelberg auf der Hinreise war auch gedacht. Wenn Du nach Berlin kommst, werden wir natürlich weniger haben. Denn vom 17.-20. März bin ich verreist, am 21.III. (das war wohl der Geburtstag der Spundlochmama?) habe ich einen Vortrag, und den Rest des Monats muß ich sehr fleißig sein, wenn ich für die Reise Raum schaffen will. Also von mir aus: nicht 99, sondern entweder Berlin oder Reichenau.
Innige Grüße
Dein
Eduard.

[li. Rand] Susanne, die ich übrigens seit 11 Tagen nicht gesehen habe, hat mir zu Deinem Geburtstag eine Hyazinthe gebracht.